Thomas Fackler: Spiele sui generis
Man kann sie spielen, kann sie betrachten, kann sie fühlen. Es sind
Spiele, die die Spieler zu Akteuren in Stücken werden lassen, die
erst durch das Spielen selbst entstehen. Es sind Objekte, die durch
ihre Unmittelbarkeit ein Ereignis sind, an dem alle Sinne teilnehmen.
Wenn ich versuche, meine Werke in die
gängigen Kategorien Spiel oder Objekt
einzuordnen, erweist sich, daß sie beide
Bestand hätten, doch in ihrer
Wechselbeziehung entfalten sie eine
Wirkung, die weit stärker ist, als ihre
bloße Addition. In meiner Arbeit
verbinden sich Spiel und Objekt zu einer
Gattung, die noch ihren Namen sucht.
Meine Spiele sind meist durch
literarische Themen inspiriert. Mit
möglichst einfachen Grundregeln setze
ich diese in Spielmechanismen um. Sie
dienen als Handlungsrahmen. Er gibt den
Spielern die Möglichkeit, nach ihrem
Ermessen zu handeln und auf ihre Gegner
oder Verbündeten einzugehen.
Gestaltung, Material und eingesetzte
Fertigungstechnik dienen einzig dem
Ziel, die Anmutung soweit als irgend
möglich zu verdichten. Die Spieler
sollen das Spiel als Inszenierung, als
Reise in eine eigene Welt erleben.
Mit einigen Einzelausstellungen wie » …ein brechtiger Malstrom«
in Augsburg und auf der Spielemesse in Essen, stellte ich bisher
meine Werke dem Publikum vor (siehe Pressespiegel).
Thomas Fackler (geb. 1962)
In meiner Jugend entwickelte ich erste eigene Brettspiele und
wandelte bestehende Brettspiele ab. Nach einer Handwerkerlehre studierte
ich Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Augsburg (Dipl.-Designer
(FH)). Seit 1991 bin ich freischaffender Künstler.
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